Zugausfälle – wenn Streiks zu Unverständnis und Wut führen

Wenn Menschen auf der Straße oder anderorts streiken und ihre Arbeit niederlegen.

Das hat in der Regel Gründe beziehungsweise eine Vorgeschichte. Nicht selten fühlen sich viele in Zeiten von steigenden Kosten und gleichbleibenden Löhnen in ihrer Lebenssituation im Stich gelassen. Einerseits ist es nicht verwunderlich, wenn man beispielsweise als Bahnangestellte für bessere Arbeitsbedingungen streikt. Anderseits weiß jeder, zu welchen Bedingungen Arbeitsverträge unterschrieben werden.

 

Dies betrifft ebenso die wöchentliche Anzahl der Arbeitsstunden, welche bei Streiks oft moniert werden, jedem Angestellten ist bei der Vertragsunterschrift klar, wie viel man pro Monat an Stunden arbeitet. Dennoch ist dieser Aspekt immer wieder ein Streikgrund, somit ein Widerspruch zugleich. Kein Wunder, dass viele Reisende auf die Barrikaden gehen und Streiks mit Wut sowie Unverständnis begegnen. Sie sind die Leidtragenden zugleich, nicht selten müssen Pendler und Reisende die Auswirkungen akzeptieren und indirekt die steigenden Löhne dennoch mitfinanzieren.